Produkt-Koffer LRO

Instrumente, Verfahren und Fortbildungen für ein optimiertes Übergangsmanagement:

  • Stärkenanalyse
  • Sozialtraining „Fit für’n Job“
  • ProfilPASS
  • Elternkurse
  • Elternkurs-TrainerInnen-Ausbildung
  • PädagogInnen-Fortbildung
  • OS-Bildungslotse

Stärkenanalyse

Das von der Lernenden Region eingesetzte Assessment-Center ist ein eignungsdiagnostisches Instrument für die Stärkenanalyse und Berufsorientierung. Dabei werden über den Verlauf einer Woche verschiedene Arbeitsaufträge einzeln oder in Gruppen theoretisch und praktisch ausgeführt und das Verhalten dabei systematisch beobachtet und ausgewertet. Ziel der Potentialanalyse ist die Erstellung eines Persönlichkeitsprofils, mit dem Antworten auf folgende Fragen gegebenen werden kann:

  • Über welche (berufsrelevanten) Fertig- und Fähigkeiten verfügt der Teilnehmer / die Teilnehmerin
  • Wie geht er / sie damit um?
  • Was für ein Mensch ist er / sie?
  • Wie sieht er / sie sich selber?
Die Stärkenanalyse wird in Gruppen von 8 – 12 SchülerInnen mit 2 Assessoren über fünf Tage durchgeführt und ausgewertet. Für jeden Schüler / jede Schülerin wird ein umfassender und aussagekräftiger Bereicht über seine / ihre Stärken und Fähigkeiten sowie Entwicklungspotenziale erstellt.

 



Sozialtraining „Fit für’n Job“
Unter dem Titel „Fit für’n Job“ hat die Lernende Region ein ganzheitlich orientiertes und nach Zielgruppen differenziertes Sozialtraining für Real-, Haupt- und Förderschulen entwickelt. Mit dem Sozialtraining sollen die Jugendlichen der 7. bis 9. Klassen in einem geschützten Raum bei der Entwicklung gesellschaftsfähiger Verhaltens- und Kommunikationsweisen sowie bei einer aktiven Lebens- und Berufsplanung unterstützt werden.
Elemente des Sozialtrainings sind:

  • Grundlagen der Kommunikation (Diskussion, Streit, Deeskalation, Gesprächsstrategien mit Videofeedback, Telefontraining)
  • Selbstdarstellung und realistische Selbsteinschätzung
  • Motivationstraining
  • Lebens- und Berufsorientierung
  • Berufsknigge
Das Sozialtraining kann sowohl als fester Bestandteil des Unterrichts über ein Schuljahr laufen oder auch in Form von Projekt-Tagen bzw. einer Projekt-Woche angeboten werden.

 



ProfilPASS
Die Lernende Region ist eines von bundesweit insgesamt 11 „Dialogzentren“ für den ProfilPASS. Dieses von Bund und Ländern entwickelte und erprobte Instrument dient zur Ermittlung und Dokumentation eigener Fähigkeiten und Kompetenzen, unabhängig davon, wie und wo sie erworben wurden. Der ProfilPASS regt dazu an, sich mit dem eigenen Tun und den dabei genutzten Kompetenzen intensiv auseinander zu setzen, und hilft dabei, sich die persönlichen Stärken und Schwächen bewusst zu machen. Die eigenen Stärken zu kennen, nutzt bei

  • der Planung der beruflichen Weiterentwicklung,
  • der Vorbereitung des (Wieder-)Eintritts ins Erwerbsleben,
  • der beruflichen und persönlichen (Neu-)Orientierung und
  • der Planung zukünftiger Lernvorhaben.
Die Beschäftigung mit dem ProfilPASS trägt zur Sensibilisierung für das lebensbegleitende Lernen und zur Stärkung von Eigeninitiative, Selbstvertrauen und Selbstverantwortung bei. Darüber hinaus eignet er sich zur Sammlung von Zeugnissen, Bescheinigungen und anderen Dokumenten und enthält eine Reihe von hilfreichen Hinweisen und Anregungen für die persönliche Entwicklung. Die Lernende Region setzt den ProfilPASS pilothaft in Schulklassen ein und bietet sowohl Informationsveranstaltungen wie auch Multiplikatorenschulungen für den ProfilPASS an.

 




Elternbildung


Elternkurse
Eltern begleiten und unterstützen Kinder im gesamten Bildungs- und Entwicklungsprozess – von der Familie in Kita und Schule sowie von dort aus in Ausbildung und Beruf. Familien sind prägend für die schulische und auch spätere berufliche Entwicklung. In einem Netzwerk hat die Lernende Region Osnabrück unter dem Titel „Macht euch stark für starke Kinder“ einen Elternkurs entwickelt. Er besteht aus zwölf aufeinander aufbauenden Themeneinheiten á 2,5 Stunden. Hauptziele des Kurses sind die Förderung des Austausches der Eltern untereinander, Schulung des Kommunikationsverhaltens, Stärkung der Elternrolle und hier insbesondere der elterlichen Präsenz, Entwicklung alternativer Handlungsstrategien in Konfliktsituationen und eine Bewusstmachung der eigenen Ressourcen. Aufbauend auf diese Inhalte wird der Kurs fokussiert auf die Herausforderungen, die Familien in dieser Lebensphase leisten müssen. Der Spagat von Loslassen und Unterstützen wird thematisiert, Handlungsstrategien werden verdeutlicht.


Elternkurse für die Übergänge in Kita – Schule – Ausbildung - Beruf
Aufbauend auf diesem Basis-Elternkurs hat die Lernende Region spezifisch für den Übergang der Kinder und Jugendlichen von der Kita in die Schule und von der Schule in Ausbildung und Beruf die Elternkurse „Sprechen und Erziehen“ sowie „Erziehen und Orientieren“ entwickelt. Wie aktuelle PISA-Studien und Bildungsberichte zeigen, werden die Weichen für den schulischen und auch späteren beruflichen Erfolg schon in der KITA und den ersten Grundschuljahren gestellt. Hierbei ist die soziale Herkunft und dabei auch die Sprachbefähigung entscheidend. Daher richtet sich dieses Angebot auch an Eltern mit Migrationshintergrund. Der Elternkurs „Erziehen und Orientieren“ soll über die Elternbildung hinaus ein Forum bieten, um Fragen nach Beratung, Unterstützungsangeboten, Möglichkeiten der Selbstanalyse für Jugendliche zu erörtern und Stärkung der Eltern in dieser Entwicklungsphase der Kinder ermöglichen – denn Eltern spielen nach der aktuellen Bertelsmann-Studie „Jugend und Beruf“ (2005) bei der Berufsorientierung der Kinder nach wie vor die Hauptrolle.


ElterntrainerInnen-Ausbildung
Die Inhalte dieser Weiterbildung sind gekoppelt an die Seminareinheiten des Elternkurses Macht euch stark für starke Kinder. Die Weiterbildung umfasst 100 Unterrichtsstunden. Die theoretischen und methodischen Grundlagen werden an sechs Wochenenden vermittelt. An jeweils einem Wochenende werden thematisch 2 Einheiten des Kurses bearbeitet. Ergänzende Abende dienen zur Einübung verschiedener Vorgehensweisen in der Gruppenarbeit. Vorraussetzung für die Teilnahme an dieser Weiterbildung ist eine pädagogische Ausbildung und Erfahrungen in dem Bereich der Familienarbeit. Die Weiterbildung ermöglicht es den TeilnehmerInnen ihre Kenntnisse zu vertiefen, Methoden für die Elternarbeit kennen zu lernen und auszuprobieren und die eigene Haltung zu den verschiedenen Themen zu reflektieren.

Bausteine der Weiterbildung:

  1. Grundlagen der Gruppenarbeit (Gruppendynamik, Phasen, Rolle und Grundhaltung der Leitung..)
    Grundlagen der systemischen Familientherapie
    Biographiearbeit – Rückschau in die eigene Kindheit

  1. Bedürfnisse
    Entwicklungspsychologie – Bedürfnisse der Kinder in den verschiedenen Altersstufen
    Grundlagen zum Thema Verhaltensauffälligkeiten
    Bedürfnisse der Eltern – Stärkung der Elternrolle

  1. Kommunikation
    Kommunikationstheorien - Kommunikationsmodelle
    Reden und zuhören – Klarheit in der Sprache – Sprache der Annahme
    Gesprächsführung in Gruppen – die Gruppe als Kommunikationssystem

  1. Erziehung
    Werte und Ziele in der Erziehung
    Erziehungsstile – Erziehungskonzepte – Einfluss anderer Erziehungsinstanzen
    Gewalt in der Erziehung – Kinderrechte
    Elterliche Macht: notwendig und gerechtfertigt?

  1. Grenzen und Konflikte
    Grenzen– Regeln– Konsequenz und Präsenz in der Erziehung
    Grundlagen zur Konfliktentstehung – Konfliktanalyse und Konfliktbewältigung
    Mediation – die niederlagelose Methode der Konfliktbewältigung

  1. Zeitmanagement im Erziehungsalltag
    Stress und Stressbewältigungsstrategien
    Abschied als Dauerthema der Erziehung
    Erziehung zwischen Loslassen und Festhalten


Fortbildung für PädagogInnen: „Neues wagen in der Arbeit mit Eltern“
Das Bild und die Situation von Familien hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. In Kindergärten und Schulen, den zentralen Bindegliedern zwischen Familie und Gesellschaft, ist dieser Wandel besonders deutlich spürbar. Erziehung findet immer mehr in Schule und Kita statt. In dieser Fortbildung sollen Wege und Strategien erarbeitet werden, mit denen das Verhältnis zwischen LehrerInnen und Erzieherinnen sowie den Eltern verändert und verbessert werden kann. Zentrale Fragen sind dabei:

  • Wie können PädagogInnen sich sensibilisieren für die veränderten Bedingungen und Situationen von Familien.
  • Wie können PädagogInnen mit den veränderten Anforderungen an Kindergarten und Schule umgehen?
  • Wie können PädagogInnen Eltern die notwendige Unterstützung und Wertschätzung für deren Erziehungsarbeit geben?
  • Wie können Elternabende und Themenabende gestaltet werden?
  • Wie können Elterngespräche gestaltet werden, die nicht nur in Krisensituationen stattfinden?
Die Fortbildung umfasst 36 Stunden und findet in Doppeldozentur statt.

Inhalte der Fortbildung in vier Blöcken:

Grundlagen:
  • Systemische Arbeit
  • Biographiearbeit
  • Entwicklungspsychologie
  • Bedürfnisse erkennen und ernst nehmen
  • Verhaltensauffälligkeiten
Kommunikation:
  • Theorien und Modelle
  • Reden und Zuhören
  • Gesprächsführung
  • Moderation
  • Erziehung: Werte und Ziele,
  • Stile und Konzepte
Grenzen & Konflikte:
  • Konsequenz und Präsenz in der Erziehung
  • Konflikte, Grenzen
  • Mediation/ Streitschlichtung
  • Stress und Stressbewältigung
Erziehungsalltag:
  • Abschied
  • Loslassen und Festhalten
  • Stärkung der Elternrolle und der päd. Rolle
  • Netzwerke und Unterstützungssysteme

Ausstellung „Macht euch stark für starke Kinder“
Um niedrigschwellig für das Thema Familie und Erziehung zu sensibilisieren hat die Lernende Region unter dem Titel „Macht euch stark für starke Kinder“ eine Ausstellung konzipiert und realisiert. Auf 30 großformatigen und in schwarz-weiß gehaltenen Bildern setzt die Ausstellung typische familiäre Alltagssituationen wie „Grenzen“, „Erfahrungen“, „Liebe“, „Wut“ oder „Abschied“ emotional in Szene. In den verschiedenen Szenen können sich alle Eltern und Kinder wieder finden und ihre eigenen Erfahrungen und Erinnerungen anknüpfen. Mit der Ausstellung soll ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken über die eigenen Erziehungserfahrungen und –probleme angeregt und für Unterstützungsangebote wie Elternkurse geworben werden. Die Ausstellung „Macht euch stark für starke Kinder“ wird bis Ende 2007 in Sparkassen in Stadt und Landkreis Osnabrück gezeigt.

 



OS-Bildungslotse
os-bildungslotse.de ist das zentrale Portal für Weiterbildung in der Region. Rund 100 Bildungsanbieter aus Stadt und Landkreis Osnabrück präsentieren sich hier mit ihren Porträts und insgesamt rund 4.000 aktuellen Kursangeboten. So sorgt der OS-Bildungslotse für Transparenz in der regionalen Weiterbildungslandschaft. Darüber hinaus wird der OS-Bildungslotse auch kontinuierlich zu einer virtuellen Orientierungs- und Beratungsplattform für das lebenslange Lernen und insbesondere die Übergänge Familie – Kita – Schule und Schule – Ausbildung – Beruf ausgebaut. Das Spektrum reicht hier von einer Datenbank zur frühkindlichen Förderung über den ProfilPASS und Kompetenztests bis zu einem Praktikums-Wegweiser.