Instrumente, Verfahren und Fortbildungen für ein optimiertes Übergangsmanagement:
Das von der Lernenden Region eingesetzte Assessment-Center ist ein eignungsdiagnostisches Instrument für die Stärkenanalyse und Berufsorientierung. Dabei werden über den Verlauf einer Woche verschiedene Arbeitsaufträge einzeln oder in Gruppen theoretisch und praktisch ausgeführt und das Verhalten dabei systematisch beobachtet und ausgewertet. Ziel der Potentialanalyse ist die Erstellung eines Persönlichkeitsprofils, mit dem Antworten auf folgende Fragen gegebenen werden kann:
Sozialtraining „Fit für’n Job“
Unter dem Titel „Fit für’n Job“ hat die Lernende Region ein
ganzheitlich orientiertes und nach Zielgruppen differenziertes
Sozialtraining für Real-, Haupt- und Förderschulen entwickelt.
Mit dem Sozialtraining sollen die Jugendlichen der 7. bis 9. Klassen in
einem geschützten Raum bei der Entwicklung gesellschaftsfähiger
Verhaltens- und Kommunikationsweisen sowie bei einer aktiven Lebens- und
Berufsplanung unterstützt werden.
Elemente des Sozialtrainings sind:
ProfilPASS
Die Lernende Region ist eines von bundesweit insgesamt 11
„Dialogzentren“ für den ProfilPASS. Dieses von Bund und Ländern
entwickelte und erprobte Instrument dient zur Ermittlung und
Dokumentation eigener Fähigkeiten und Kompetenzen, unabhängig davon, wie
und wo sie erworben wurden. Der ProfilPASS regt dazu an, sich mit dem
eigenen Tun und den dabei genutzten Kompetenzen intensiv auseinander zu
setzen, und hilft dabei, sich die persönlichen Stärken und Schwächen
bewusst zu machen. Die eigenen Stärken zu kennen, nutzt bei
Elternbildung
Elternkurse
Eltern begleiten und unterstützen Kinder im gesamten Bildungs- und
Entwicklungsprozess – von der Familie in Kita und Schule sowie von dort
aus in Ausbildung und Beruf. Familien sind prägend für die schulische
und auch spätere berufliche Entwicklung.
In einem Netzwerk hat die Lernende Region Osnabrück unter dem Titel
„Macht euch stark für starke Kinder“ einen Elternkurs entwickelt. Er
besteht aus zwölf aufeinander aufbauenden Themeneinheiten á 2,5 Stunden.
Hauptziele des Kurses sind die Förderung des Austausches der Eltern
untereinander, Schulung des Kommunikationsverhaltens, Stärkung der
Elternrolle und hier insbesondere der elterlichen Präsenz, Entwicklung
alternativer Handlungsstrategien in Konfliktsituationen und eine
Bewusstmachung der eigenen Ressourcen. Aufbauend auf diese Inhalte wird
der Kurs fokussiert auf die Herausforderungen, die Familien in dieser
Lebensphase leisten müssen. Der Spagat von Loslassen und Unterstützen
wird thematisiert, Handlungsstrategien werden verdeutlicht.
Elternkurse für die Übergänge in Kita – Schule – Ausbildung - Beruf
Aufbauend auf diesem Basis-Elternkurs hat die Lernende Region spezifisch
für den Übergang der Kinder und Jugendlichen von der Kita in die Schule
und von der Schule in Ausbildung und Beruf die Elternkurse „Sprechen
und Erziehen“ sowie „Erziehen und Orientieren“ entwickelt.
Wie aktuelle PISA-Studien und Bildungsberichte zeigen, werden die
Weichen für den schulischen und auch späteren beruflichen Erfolg schon
in der KITA und den ersten Grundschuljahren gestellt. Hierbei ist die
soziale Herkunft und dabei auch die Sprachbefähigung entscheidend. Daher
richtet sich dieses Angebot auch an Eltern mit Migrationshintergrund.
Der Elternkurs „Erziehen und Orientieren“ soll über die Elternbildung
hinaus ein Forum bieten, um Fragen nach Beratung,
Unterstützungsangeboten, Möglichkeiten der Selbstanalyse für Jugendliche
zu erörtern und Stärkung der Eltern in dieser Entwicklungsphase der
Kinder ermöglichen – denn Eltern spielen nach der aktuellen
Bertelsmann-Studie „Jugend und Beruf“ (2005) bei der Berufsorientierung
der Kinder nach wie vor die Hauptrolle.
ElterntrainerInnen-Ausbildung
Die Inhalte dieser Weiterbildung sind gekoppelt an die Seminareinheiten
des Elternkurses Macht euch stark für starke Kinder.
Die Weiterbildung umfasst 100 Unterrichtsstunden. Die theoretischen und
methodischen Grundlagen werden an sechs Wochenenden vermittelt. An
jeweils einem Wochenende werden thematisch 2 Einheiten des Kurses
bearbeitet. Ergänzende Abende dienen zur Einübung verschiedener
Vorgehensweisen in der Gruppenarbeit.
Vorraussetzung für die Teilnahme an dieser Weiterbildung ist eine
pädagogische Ausbildung und Erfahrungen in dem Bereich der
Familienarbeit. Die Weiterbildung ermöglicht es den TeilnehmerInnen ihre
Kenntnisse zu vertiefen, Methoden für die Elternarbeit kennen zu lernen
und auszuprobieren und die eigene Haltung zu den verschiedenen Themen
zu reflektieren.
Bausteine der Weiterbildung:
Grundlagen der Gruppenarbeit (Gruppendynamik, Phasen, Rolle und Grundhaltung der Leitung..)
Grundlagen der systemischen Familientherapie
Biographiearbeit – Rückschau in die eigene Kindheit
Bedürfnisse
Entwicklungspsychologie – Bedürfnisse der Kinder in den verschiedenen Altersstufen
Grundlagen zum Thema Verhaltensauffälligkeiten
Bedürfnisse der Eltern – Stärkung der Elternrolle
Kommunikation
Kommunikationstheorien - Kommunikationsmodelle
Reden und zuhören – Klarheit in der Sprache – Sprache der Annahme
Gesprächsführung in Gruppen – die Gruppe als Kommunikationssystem
Erziehung
Werte und Ziele in der Erziehung
Erziehungsstile – Erziehungskonzepte – Einfluss anderer Erziehungsinstanzen
Gewalt in der Erziehung – Kinderrechte
Elterliche Macht: notwendig und gerechtfertigt?
Grenzen und Konflikte
Grenzen– Regeln– Konsequenz und Präsenz in der Erziehung
Grundlagen zur Konfliktentstehung – Konfliktanalyse und Konfliktbewältigung
Mediation – die niederlagelose Methode der Konfliktbewältigung
Zeitmanagement im Erziehungsalltag
Stress und Stressbewältigungsstrategien
Abschied als Dauerthema der Erziehung
Erziehung zwischen Loslassen und Festhalten
Fortbildung für PädagogInnen: „Neues wagen in der Arbeit mit Eltern“
Das Bild und die Situation von Familien hat sich in den letzten
Jahrzehnten grundlegend verändert. In Kindergärten und Schulen, den
zentralen Bindegliedern zwischen Familie und Gesellschaft, ist dieser
Wandel besonders deutlich spürbar. Erziehung findet immer mehr in Schule
und Kita statt.
In dieser Fortbildung sollen Wege und Strategien erarbeitet werden, mit
denen das Verhältnis zwischen LehrerInnen und Erzieherinnen sowie den
Eltern verändert und verbessert werden kann. Zentrale Fragen sind dabei:
Ausstellung „Macht euch stark für starke Kinder“
Um niedrigschwellig für das Thema Familie und Erziehung zu
sensibilisieren hat die Lernende Region unter dem Titel „Macht euch
stark für starke Kinder“ eine Ausstellung konzipiert und realisiert. Auf
30 großformatigen und in schwarz-weiß gehaltenen Bildern setzt die
Ausstellung typische familiäre Alltagssituationen wie „Grenzen“,
„Erfahrungen“, „Liebe“, „Wut“ oder „Abschied“ emotional in Szene. In
den verschiedenen Szenen können sich alle Eltern und Kinder wieder
finden und ihre eigenen Erfahrungen und Erinnerungen anknüpfen. Mit der
Ausstellung soll ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken über die
eigenen Erziehungserfahrungen und –probleme angeregt und für
Unterstützungsangebote wie Elternkurse geworben werden.
Die Ausstellung „Macht euch stark für starke Kinder“ wird bis Ende 2007
in Sparkassen in Stadt und Landkreis Osnabrück gezeigt.
OS-Bildungslotse
os-bildungslotse.de ist das zentrale Portal für Weiterbildung in der Region.
Rund 100 Bildungsanbieter aus Stadt und Landkreis Osnabrück präsentieren sich
hier mit ihren Porträts und
insgesamt rund 4.000 aktuellen Kursangeboten. So sorgt der OS-Bildungslotse für
Transparenz in der regionalen Weiterbildungslandschaft. Darüber hinaus wird der
OS-Bildungslotse auch kontinuierlich zu einer virtuellen Orientierungs- und Beratungsplattform
für das lebenslange Lernen und insbesondere die Übergänge Familie – Kita – Schule
und Schule – Ausbildung – Beruf ausgebaut. Das Spektrum reicht hier von einer
Datenbank zur frühkindlichen Förderung über den ProfilPASS und Kompetenztests
bis zu einem Praktikums-Wegweiser.