Das Projekt

Produkte und Netzwerke für ein optimiertes Übergangsmanagement

» Übergang Familie - Kita - Schule
» Übergang Schule – Ausbildung - Beruf
» OS-Bildungslotse als Übergangsinstrument

Schon in den vergangenen vier Jahren sind im Netzwerk „Lernende Region Osnabrück“ gemeinsam mit Akteuren aus den unterschiedlichsten Bildungs- und Politikbereichen zielführende Produkte entwickelt worden, die für ein optimiertes Übergangsmanagement eingesetzt werden können. In der Vertiefungsphase sollen diese Produkte nun als modular aufgebaute Dienstleistungspakete an ausgesuchten Standorten der Netzwerkpartner in den Bereichen KITA-Schule und Schule-Ausbildung-Beruf gemeinsam modellhaft erprobt, weiter entwickelt und optimiert werden.

Übergang Familie - Kita – Schule

Wesentliche Grundlagen für die gesellschaftliche Beteiligungs- und Zukunftsfähigkeit von Kindern werden in der Familie erlernt – von der Sprache über die Motorik und Wahrnehmung bis zur Beziehungs- und Bindungsfähigkeit. Auch beim Übergang Kita – Schule spielen Eltern neben den beteiligten Institutionen die entscheidende Rolle: Optimalerweise begleiten und unterstützen sie Ihre Kinder hier wie im gesamten Bildungsprozess und vertiefen die in Kitas und Schulen vermittelte Bildung. Wichtig ist dabei eine gemeinsame Zielbestimmung von ErzieherInnen / LehrerInnen und Eltern. In der Vertiefungsphase sollen Eltern daher durch spezifisch erweiterte Elternkurse und Beratung in ihrer Rolle als ÜbergangsmanagerInnen gestärkt werden. Mit Multiplikatoren-Qualifizierungen von LehrerInnen und ErzieherInnen wird die Kommunikation und gemeinsame Zielabsprache in dem Dreieck Familie – Kita – Schule gefördert und systematisiert. Begleitend wird ab September eine öffentlichkeitswirksame Wanderausstellung zur Elternbildung in den Sparkassen gezeigt und Anfang 2007 ein Fachtag zum Thema „Elternbildung in Familien mit Migrationshintergrund“ durchgeführt.

Schaubild Kita - Schule

Übergang Schule – Beruf

Nach aktuellen Statistiken erreichen rund 20% aller Jugendlichen in Niedersachsen keinen Schulabschluss oder ihnen fehlt die Qualifikation, um eine Berufsausbildung erfolgreich zu absolvieren. Zugleich bricht im Durchschnitt jeder 5. Auszubildende seine Lehre vorzeitig ab, insbesondere auch deswegen, weil sie nicht seinen Vorstellungen entspricht. Ohne Schulabschluss und Ausbildung haben diese Jugendlichen in einer überaus angespannten Arbeitsmarktsituation kaum eine Chance auf einen Arbeitsplatz und verursachen hohe gesellschaftliche und auch politische Folgekosten. In Stadt und Landkreis Osnabrück sind so derzeit 3.700 Jugendliche arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 14,3% entspricht. Um die Bildungsbeteiligung und die Schulabschlussquoten zu erhöhen sowie die Ausbildungsabbruchquoten zu senken, muss das Übergangsmanagement unter der systemischen Einbeziehung aller Beteiligten verbessert und auf Dauer auch institutionalisiert werden. Dazu gehören insbesondere Maßnahmen der individuellen Förderung, Beratung und (Berufs-) Orientierung, die möglichst präventiv ausgerichtet sein sollen – von der Stärkenanalyse über den Profil- bzw. Berufswahlpass bis zu Einzelcoaching und Beratungsangeboten.

Schaubild Schule - Beruf

OS-Bildungslotse als Übergangsinstrument

Seit dem Start im Februar 2005 Jahren hat sich der OS-Bildungslotse zum zentralen Weiterbildungsportal für Stadt und Landkreis Osnabrück etabliert. Im Rahmen des Vertiefungsprogramms wird er nun auch noch zielgerichtet zu einem Beratungs- und Orientierungsinstrument für Betroffene und Multiplikatoren im Übergangsmanagement ausgebaut werden. Instrumente sind hier beispielsweise: Wegweiser Praktika Wegweiser Kompetenztests Datenbank für Fortbildungen und Beratung im Übergangsbereich Hierüber hinaus dient der OS-Bildungslotse mit Foren, News und Terminen aber auch als übergreifendes Kommunikationsinstrument für die im Netzwerk an den Übergängen Kita – Schule und Schule – Ausbildung – Beruf arbeitenden Akteure.


Schaubild OS-Bildungslotse